Adieu Email? Ja, aber.

Ich freue mich immer, wenn ich etwas finde, was eine Überzeugung von mir bestätigt. So habe ich hier unter dem Titel "Weshalb Emails sehr fest nerven" einen Leidensbericht gefunden, der treffend beschreibt, weshalb Emails im heutigen Berufsalltag quer in der Landschaft stehen wie ein grosser Container-LKW. So richtig quer in der Landschaft, so dass man einen grossen Umweg drumherum machen muss.


So ähnlich geht es mir mit Emails: ich gebe mir in der Regel Mühe, sie innerhalb von 24 Stunden zu bearbeiten; das heisst zu unterscheiden, worum es geht, Information, Anfragen, laufende Projekte oder Sonstiges, das sich ins Email-Fach, das meine verschiedenen Adressen aufnimmt, verirrt.

Das Typische von Emails ist nun, dass ich auch bei einfachen Mitteilungen wie, "senden Sie bitte das Formular unterschrieben zurück" immer eine Antwort schreiben muss, die enthält: danke dafür, dass Sie an mich denken, dass Sie mich in diesen Prozess einbinden und ja, gerne natürlich mache ich das, und hier kommt es oder demnächst kommt es.

Puh. Das ermüdet, denn einfacher wäre es, zu quittieren im Sinne von


"ok" oder "√". Und der Rest der Dinge läuft dann.


Aber das geht nicht, weil die Email Förmlichkeiten verlangt, sozusagen immer den royalen Hofknicks. Alles gut, aber das kostet - unterm Strich betrachtet - Zeit und für zuvorkommende Höflichkeit im Alltagsverkehr wird man nicht bezahlt - oder?

Natürlich traue ich mich nicht, im Alltag dann tatsächlich tendenziell ruppig oder nur mit LG oder mit MFG zu antworten, ganz zu schweigen von Hallo oder o Gott behüte ohne irgendeine Anrede. Das verlangsamt aber erheblich. Im Gegenteil, manchmal sende ich noch ein Email hinterher, falls ich denke, ich sei etwas zu knapp oder eben tendenziell unhöflich gewesen. Oder ich überlege zu erst, welchem Gegenüber ich mich befinde und wie hoch der Grad an Förmlichkeit einzuschätzen ist oder wo ich flapsiger sein kann. Bei Frauen tendenziell: sehr gründlich kommunizieren, bei Männern knapper, in distanzierten und potentiellen Geschäftsbeziehungen eher auf Nummer sicher gehen und formell sein.





WIE ICH MICH DARAUS RETTE?


Wo immer möglich rege ich an in Projekten eine gemeinsame App zu nutzen, die - O Wunder - mit weniger Traditionen aus dem Briefverkehr behaftet ist; also WhatsUp oder Ähnliches oder ganze Apps zur Bearbeitung von Projekten wie Slack zu verwenden, die alle - auch Teams - Chats haben.

Den ganzen Artikel mit dem Titel "Adieu Email" dazu von mir gibt es hier zu lesen.






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